Was Ausdauersport mit Deinem Körper macht
Wie Ausdauersport Deinen Körper gesund macht

Was Ausdauersport mit Deinem Körper macht

Jeder wäre gerne richtig fit. Und unser tief verankerter Wunsch nach Gesundheit, Wohlbefinden und einem tollen Körper lässt sich am ehesten mit einem Plus an Bewegung erreichen. Neben einem regelmäßigem Muskelaufbautraining ist hier vor allem Ausdauersport zu empfehlen. Wer seinen individuellen Fähigkeiten entsprechend trainiert, tut seinem Körper viel Gutes: 

Die positiven Auswirkungen auf Dein Gehirn

Die Durchblutung in verschiedenen Hirnregionen steigt um etwa 30 Prozent an. Außerdem erhöht sich die Zahl junger Nervenzellen im Hippocampus. Das ist jener Bereich des Gehirns, der für die Gedächtnisleistung zuständig ist. Außerdem schüttet unsere Denkzentrale beim Ausdauertraining vermehrt stimmungsaufhellende Endorphine aus.

So profitieren die Drüsen

Die schmetterlingsförmige Schilddrüse schüttet vermehrt die Hormone Thyroxin und Trijodthyronin aus. Die Folge: Die Stoffwechselaktivität erhöht sich, und das gilt auch in Ruhe. Der Körper verbrennt also deutlich mehr Kalorien, selbst wenn wir auf der Couch sitzen. Die Bauchspeicheldrüse hingegen reagiert mit einer gleichmäßigen Ausschüttung von Insulin. Es wird vermehrt Zucker in die Zellen geschleust, der Blutzuckerspiegel sinkt. Die Insulinrezeptoren werden empfindlicher für Insulin, wodurch von der Zelle vermehrt Proteine für den Transport von Glukose durch die Zellmembran gebildet werden. Es gibt keine bessere Vorbeugemaßnahme gegen das Massenleiden Diabetes vom Typ 2.

Die Benefits für Dein Herz

Dieser besonders wichtige Muskel wächst und arbeitet ökonomischer. Das ist vor allem für Herzkranke eine gute Nachricht. Sie sind viel belastbarer. Für alle gilt: Das Herz kann 20 Prozent mehr Blut aufnehmen und deutlich mehr Pumparbeit leisten. Wer regelmäßig läuft, kann dem Herzen also viel Arbeit abnehmen. Bis zu 30 000 Schläge lassen sich durch ein Ausdauertraining täglich einsparen. Eingesparte Schläge bedeuten geringere Abnutzung. Das Herz muss 25 Prozent weniger arbeiten und schlägt dafür als Dankeschön bis zu 10 Jahre länger.

Darüber freut sich die Lunge

Ein ausdauertrainierter Mensch atmet weniger, dafür aber deutlich tiefer. Schon nach zwei Monaten Training erhöht sich die sogenannte Vitalkapazität um 25 Prozent. Sie bezeichnet das Lungenvolumen zwischen maximaler Ein- und Ausatmung. Ausdauertraining verbessert die die Leistungsfähigkeit der Muskulatur, so dass höhere Belastungen mit weniger Atemaufwand möglich werden. Zudem verbessern sich auch Kraft und Beweglichkeit des Brustkorbs.

Ausdauersport und Lunge
Ausdauersport erhöht die für das Wohlbefinden so wichtige Vitalkapazität (©adpic)

Das macht die Leber glücklich

Der Körper benötigt durch den Ausdauersport mehr Zucker. Folglich kann die Leber ihre Glykogendepots aufstocken und hat keine Probleme, den Blutglukosespiegel konstant zu halten. Dadurch erhöht sich die Leistungsfähigkeit des Körpers insgesamt.

Ein Geschenk für die Muskeln

Durch das wachsende Herz und dessen stärkere Pumpleistung erhalten die kleinen Gefäße in den Muskeln mehr Blut. Davon profitieren die Mitochondrien. Diese so wichtigen Kraftwerke des Körpers können aus Zucker und Fettsäuren mehr Energie bereitstellen. Hinzu kommt, dass Untrainierte nur etwa 60 Prozent ihrer Muskelfasern aktivieren können, trainierte Sportler hingegen bis zu 90 Prozent.

Das Geheimnis der Myokine

Bei körperlicher Aktivität schütten die Muskeln ganz besondere Botenstoffe aus: die Myokine. Noch steht die Wissenschaft erst am Anfang, fest steht aber schon jetzt, dass diese Botenstoffe aus den Muskeln extrem wichtig sind für unsere Gesundheit. Sie fördern den Muskelaufbau und die Fettverbrennung, unterstützen den Zuckerstoffwechsel und schonen so die Bauchspeicheldrüse. Außerdem sorgen sie dafür, dass die Gefäße dehnbarer bleiben und so eine Gefäßverkalkung verhindern. Auf diese Weise beugen sie Schlaganfall und Herzinfarkt vor.

Interessantes zu den Geschlechtshormonen

Sowohl bei Männern als auch bei Frauen steigt die Konzentration des Sexualhormons Testosteron. Das stimuliert den Muskelaufbau und belebt das Liebesleben.

Blut - der rote Lebenssaft

Die Menge des im Körper zirkulierenden Blutes erhöht sich deutlich, im Idealfall um mehr als einen Liter. Dadurch stehen dem Organismus mehr rote Blutkörperchen zur Verfügung. Sie helfen dabei, Muskeln und Organe noch besser mit Sauerstoff zu versorgen. Auch die Fließeigenschaften des Blutes verbessern sich, der Stoffaustausch zwischen Blut und Gewebe läuft reibungsloser ab.

Für ein schlagkräftiges Immunsystem

Die Zahl der für die Körperabwehr zuständigen Immunglobuline steigt deutlich an. Schnupfen, Husten und andere Infekte haben dann keine Chance mehr. Außerdem verbessert sich die Funktionalität der Immunzellen, die so der Krebsentstehung entgegenwirken.

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