Regelmäßiges Training verlangsamt Fortschreiten von Parkinson

Regelmäßiges Training verlangsamt Fortschreiten von Parkinson

Bei Parkinson handelt es sich um eine fortschreitende neurologische Erkrankung. Sie kann Tremor, Muskelsteifheit sowie Gleichgewichts- und Mobilitätsprobleme verursachen. Das klingt zunächst so, als sei ein regelmäßiges Training  kontraproduktiv. Doch dem ist nicht so. Studien zeigen, dass Parkinson-Patienten sogar unbedingt Sport treiben sollten. 

Die Ergebnisse der Studie

An der im Fachmagazin JAMA Neurology  veröffentlichten Studie nahmen 128 Probanden im Alter zwischen 40 und 80 Jahren teil. Bei allen wurde die Parkinson-Krankheit neu diagnostiziert und sie nahmen noch keine Medikamente. Die Wissenschaftler haben die Probanden in drei Gruppen unterteilt. Eine Gruppe trainierte sechs Monate dreinmal wöchentlich bei hoher Intensität. Eine zweite Gruppe trainierte bei niedriger Intensität und eine dritte Gruppe machte gar keinen Sport. Die Ergebnisse:  

  • Bei den Probanden, die mit hoher Intensität trainierten, zeigte sich das langsamste Fortschreiten der Krankheit.
  • Bei denjenigen, die nur mit geringer Intensität oder gar nichts trainierten, trat der Effekt der Verlangsamung nicht ein. 

Die Verbindung zwischen Training und Gehirn

Es ist noch nicht vollständig dig geklärt, warum intensiver Sport bei Parkinson diesen Effekt hat. Die Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass es am erhöhten Blutfluss zum Gehirn liegt. So genannte Dopamin-Neuronen im Gehirn helfen bei der Bewegungskontrolle. Menschen mit Parkinson produzieren aber nicht genug davon. Durch die sportliche Belastung aber werden im Gehirn Chemikalien freigesetzt zu denen auch Dopamin gehört. Deshalb bekommen Patienten auch Dopamin-Medikamente verschrieben. Die Kombination aus Sport und Medikamenten scheint deshalb besonders empfehlenswert. Die Studie hat zudem gezeigt, dass regelmäßiges Training Symptome wie Muskelsteifheit und Tremore lindert. 

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