Was Muskeln für uns so wertvoll macht
Muskeln haben viele positive Auswirkungen auf unseren Körper (Foto: adpic)

Was Muskeln für uns so wertvoll macht

Muskelkraft ist eine Eigenschaft, die wir tagtäglich brauchen: beim Gehen, Stehen, Heben oder Bücken, bei der Arbeit, beim Einkauf, beim Treppensteigen. Keine Bewegung des menschlichen Körpers ist ohne Kraft möglich. Krafttraining ist also bei Weitem nicht nur für Bodybuilder geeignet – jeder kann davon profitieren. 

Bessere Fettverbrennung, attraktiveres Aussehen

Mit einem Plus an Kraft funktioniert der gesamte Bewegungsapparat einfach besser. Auch das äußere Erscheinungsbild profitiert: Wohldefinierte Muskeln sorgen für ein frisches, gesundes und attraktives Aussehen, sie sind das Make-up unter der Haut. Weiteres Plus: Je ausgeprägter die Muskulatur, desto größer ist die Fettverbrennung. Je nach Training und Intention ist es möglich, sich dicke Muskelpakete anzuschaffen oder – was vor allem Frauen gut gefällt, die Muskeln zu straffen, ohne Masse aufzubauen.

So funktioniert das mit den Muskeln

Ab dem 30. Lebensjahr verliert der inaktive Mensch ein bis zwei Prozent seiner Muskelmasse pro Jahr. Der Körper ersetzt diesen Schwund durch Fett. Folge: Wir verlieren Kraft, werden dicker und fangen an zu kränkeln. Nur sollten Sie bedenken: Fett tut nichts gegen Schmerzen, Muskeln schon! Wer regelmäßig und richtig trainiert, verbessert zunächst das Zusammenspiel der Muskeln. Experten bezeichnen das als intermuskuläre Koordination. Mit ein wenig Übung lernt der Körper dann nach und nach, immer mehr Muskelfasern innerhalb eines Muskels einzusetzen. Das nennt sich intramuskuläre Koordination. Das angenehme Resultat dieser gar nicht mal so großen Anstrengungen sind kräftige und gut funktionierende Muskeln, die das empfindliche Knochengerüst vor Über- und Fehlbelastungen schützen sowie Rückenschmerzen und Osteoporose erfolgreich vorbeugen und sie bekämpfen. Übrigens: Regelmäßiges Training kann die Kraft bis zum 60. Lebensjahr weitestgehend konstant halten. Und auch danach lässt sich durch ein Workout die natürliche Leistungsabnahme deutlich verlangsamen.

Wofür die Muskulatur noch gut ist

Eigentlich dürften die zuletzt gemachten Ausführungen schon Motivation genug sein, um sofort mit dem Muskelaufbautraining zu starten. Der Vollständigkeit halber sind aber noch ein paar weitere Punkte wichtig:

  • Muskeln sorgen für eine gute Haltung und ein gekrümmter Körper sowie herunterhängende Schultern sind meist die Folge von zu schlaffen Muskeln.
  • Kräftige Muskeln schützen zudem vor Verletzungen. Sie umgeben den Körper wie einen Panzer, schützen ihn vor Stürzen und Stößen.
  • Auch das Immunsystem profitiert. Ein individuell angepasstes Krafttraining führt darüber hinaus dazu, dass der Körper das Protein Pyrogen produziert. Es lässt die Körpertemperatur ein wenig ansteigen. Der Organismus reagiert auf dieses völlig ungefährliche „Fieber“ mit einer vermehrten Produktion von virentötenden Interferon-Proteinen. Zusätzlich steigt die Zahl der Killerzellen im Blut an. Sie schützen uns ebenfalls vor einer Infektion.
  • Zu guter Letzt hat Krafttraining Einfluss auf die Fette und das Hormonsystem. Der Anteil des „bösen“ LDL-Cholesterins sinkt, das Blut fließt besser, versorgt den Körper mit einem Plus an Sauerstoff. Gleichzeitig sinkt die Ruhekonzentration vieler Hormone. Dadurch kann der altersbedingt sinkende Hormonspiegel teilweise ausgeglichen werden, und das wirkt sich auch positiv auf das Sexualleben aus.

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